Viele ländliche Kleinstädte leiden unter ihrer heutigen Bedeutungslosigkeit. Mit der Veranstaltung „Klein.Stadt.Erwachen“ wird ein verschlafener Ort für eine Zeit in einen künstlerischen Ausnahmezustand versetzt, um Einheimische und Touristen an die verborgenen Werte dieser Stadt heranzuführen. Mit dieser künstlerischen Reanimation können die Einwohner selbst ihren Ort mit einer Art interaktiven Stadtbildausstellung zu neuem Leben erwecken.
Das Projekt schafft ungewohnte Formen kultureller Teilhabe und aktiver Mitwirkung mit dem Ziel, Bewusstsein für die Potentiale einer traditionellen Salz- und Kurstadt zu entwickeln. Das sonst so gewohnte leblose Stadtbild berührt plötzlich alle Sinne mit einem Blickfang, einem Klangbild, einer Duftinsel.

Neben Leitung und Moderation arbeiten anleitende Künstler und Ehrenamtliche mit kreativen Einwohnern zusammen an der Vorbereitung und Durchführung der temporären Verwandlung ihrer Stadt in einen Ausstellungsort. Ackerbürgerstadt, Salzgewinnung und Kurort sind die traditionellen Potentiale und eine thematische Grundlage des künstlerisch provozierten Wandels der Sinneswahrnehmung. Kultur und Kreativität stellen eine weitere Grundlage dar. Mit Elementen von Musik, Gesang, Tanz und Theater wird das Leben, die Bewegung in das Stadtbild gebracht und Entwicklungspotentiale auf künstlerische Weise gezeigt. So ist zu erleben, wie Kleinstadt klingt und sich bewegt, wie sie sich in einem anderen Licht zeigt mithilfe von bildender und darstellen Kunst sowie viel Musik. Wie sich das Leben in der Kleinstadt auf das innere und äußere Wohlbefinden, quasi die Gesundheit auswirkt ist die dritte Grundlage. Was machen Räume, Gebäude, Klima und Atmosphäre in einer Stadt, in der wir leben oder zu Gast sind, mit uns… Was erzählt die Kleinstadt und wie erfahre ich es… vielleicht, wenn die Häuser sprechen könnten… und wie reagieren Körper, Geist und Seele des Menschen darauf…